Samstag, 25. Oktober 2025, 19 Uhr
Konzert - Fretless & Freitanz: 'Five 2 Three - Ein Tanzkonzert'
Paul Dangl / Mahan Mirarab / Tobias Vedovelli / Leonie Humitsch
Paul Dangl - Violine & Komposition
Mahan Mirarab - Doubleneck E-Gitarre & Komposition
Tobias Vedovelli - Kontrabass & Komposition
Leonie Humitsch - Tanz & Choreografie
Mit dem Tanzkonzert FIVE 2 THREE präsentieren das Ensemble FRETLESS und Tänzerin Leonie Humitsch eine außergewöhnliche Musik- und Tanzperformance,
die komplexe rhythmische Strukturen in fesselnde, sinnlich erfahrbare Klang- und Bewegungsmuster verwandelt. Im Zentrum stehen die Eigenkompositionen der drei renommierten Jazzmusiker Paul Dangl (Violine), Mahan Mirarab (Doubleneck-Gitarre) und Tobias Vedovelli (Kontrabass). Ihr Spiel bewegt sich zwischen mikrotonalen Klangräumen, orientalischen Einflüssen und improvisatorischer Freiheit.
Die Musik webt ein dichtes Netz aus polymetrischen und polyrhythmischen Strukturen – virtuos, tiefgründig und dabei stets zugänglich. Leonie Humitsch bringt diese Rhythmen in Bewegung – nicht einfach als Tanz zu Musik, sondern als gleichberechtigtes, choreografisches Gegenüber. Ihre Bewegungen sind präzise, zergliedert, kontrastierend und gleichzeitig verschmelzend mit dem musikalischen Geschehen.
Polyrhythmik wird hier körperlich greifbar: unterschiedliche Takte und Zählzeiten erklingen nicht nur, sie durchdringen den Raum, den Körper. Vier Instrumente verschmelzen zu einem Organismus: Körper, Geige, Gitarre, Kontrabass.
Alles wirkt wie aus einem Guss – obwohl der Entstehungsprozess auf komplexen, vielschichtigen Strukturen basiert. Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Element
ist das eigens entworfene Kostüm:
Plissee als Sinnbild rhythmischer Vielschichtigkeit, handgefertigt
in der letzten Plissee-Werkstatt Wiens. Es erweitert die visuelle Ebene der Performance um ein spielerisches Echo auf musikalische und tänzerische Impulse.
FIVE 2 THREE ist mehr als ein Konzert. Es ist ein Raum für Begegnung – zwischen Kulturen, Klangtraditionen und künstlerischen Disziplinen.
Ein Format, das Fragen stellt: Welcher Rhythmus
ist uns vertraut? Welche Strukturen prägen unsere Wahrnehmung – musikalisch wie körperlich?